Kommunale Wärmeplanung: Vorstellung Zielszenario und Umsetzungsstrategie am 22.10.2026

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Kommunale Wärmeplanung: Zielszenario und Umsetzungsstrategie

 

Am 29. September wurde dem Gemeinderat wie geplant das Zielszenario und die Umsetzungsstrategie hierzu vorgestellt. Basierend auf den vorhandenen Infrastrukturdaten wurde in einzelnen Clustern technische und wirtschaftliche Machbarkeiten zukünftiger klimaneutraler Heiztechnologien bewertet. Es wird dabei im Wesentlichen zwischen „Wärmenetzgebieten“ und „Dezentraler Wärmeversorgung“ unterschieden. Die dritte Möglichkeit eines Wasserstoffnetzgebiets wird sowohl in München als auch in Oberschleißheim nicht als realistisch eingesetzt. Wenn ein Gebiet nicht beiden Varianten zugeordnet werden kann, wird es ein „Prüfgebiet“.

 

Eine abschließende Betrachtung ist noch nicht für alle Gebiete möglich. In Oberschleißheim haben sich einige Fokusgebiete für den Ausbau bzw. den Neubau von Wärmenetzgebieten herauskristallisiert. Weitere Prüfungen sind aber noch erforderlich. Diese werden dann auf der Homepage der Gemeinde im Bereich der Bauleitplanung einsehbar sein. Einen ersten Überblick kann aber die im Download-Bereich verfügbare Präsenation geben. 

 

Einige Eingangsdaten werden nur in Clustern geliefert, ausgegeben wird auch nur in Clustern. Grundtendenzen sind gleichwohl ersichtlich. Im Einzelfall muss man sich dann jedes Gebäude genau anschauen, welche Technologien mit dem Stadtbild, dem Lärmschutz und dem eigenen Geldbeutel optimal sein könnten.

Den Bürgern in Oberschleißheim wird die Wärmeplanung in allen Einzelschritten auf einer speziellen Bürgerinformationsveranstaltung am 22. Oktober um 18:30 im Saal des Bürgerzentrums vorgestellt.

Noch sind die Ergebnisse der Wärmeplanung unverbindlich. Aus den Daten, insbesondere der absehbaren zeitlichen Entwicklung, wird ersichtlich, dass, wenn immer mehr Bürger ihre Gasheizungen durch klimaneutrale Varianten ersetzen, die Grundpreise der Gasversorgung stark ansteigen werden. Daher sollte dieser Prozess unbedingt entsprechend sozialverträglich gemeinsam geplant werden. Die Gemeinde Oberschleißheim wird dies tun und den weiteren Prozess der Kommunalen Wärmeplanung bzw. Umsetzung steuern und eng mit den Bürgern kommunizieren.

 
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PM Juni 2026
 
Der erste Schritt der Kommunalen Wärmeplanung ist geschafft: Die Bestands- und Potenzialanalyse wurde im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung in der Sitzung des Gemeinderats am 30.06.26 um 19.30 Uhr von der Firma MaxSolar GmbH dem Gemeinderat und den interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die Analyse zeigt die aktuelle Wärmestruktur in der Gemeinde auf und skizziert mögliche Potentiale hin zu einer zukunftsfähigen und klimafreundlichen Wärmeerzeugung.
Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, innerhalb von 30 Tagen Stellung zu nehmen und ihre Hinweise bzw. Anregungen einzubringen.
Ab dieser Veranstaltung funktioniert der Link sowie der QR-Code für das Beteiligungformat (auch auffindbar in der Präsentation). 
 

Ziel der KWP ist es, eine langfristige Strategie für eine klimafreundliche, wirtschaftliche und sichere Wärmeversorgung im Gemeindegebiet zu entwickeln. Dabei wird untersucht, wie Wärme heute genutzt wird, welche erneuerbaren Energiequellen vor Ort zur Verfügung stehen und wie die Wärmeversorgung künftig schrittweise umgestellt werden kann. Der Prozess gliedert sich in mehrere zentrale Arbeitsschritte.

 

Bestandsanalyse
Im Rahmen der Bestandsanalyse wird zunächst die aktuelle Situation der Wärmeversorgung in Oberschleißheim untersucht. Dazu werden unter anderem der Wärmebedarf von Wohngebäuden, öffentlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben sowie die vorhandenen Heizsysteme und Energieträger betrachtet. Auch bestehende Energieinfrastrukturen, wie zum Beispiel Strom- und Gasnetze oder vorhandene Wärmenetze, werden erfasst. Ziel der Bestandsanalyse ist es, ein möglichst genaues Bild der heutigen Wärmeversorgung zu erhalten und Bereiche mit besonders hohem Energieverbrauch oder besonderen Handlungsbedarfen zu identifizieren.

 

Potentialanalyse
Aufbauend auf der Bestandsanalyse wird untersucht, welche Möglichkeiten für eine klimafreundliche Wärmeversorgung im Gemeindegebiet bestehen. Dabei werden verschiedene lokale und regionale Energiequellen betrachtet. Dazu gehören beispielsweise Solarenergie, Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Boden, Geothermie, Biomasse sowie mögliche Abwärmequellen aus Gewerbe oder Industrie. Auch die Potenziale zur Nutzung von Wärmenetzen oder zur energetischen Sanierung von Gebäuden werden analysiert. Ziel ist es zu ermitteln, welche nachhaltigen Energiequellen künftig zur Wärmeversorgung beitragen können.

 

Zielszenario
Auf Grundlage der Ergebnisse aus Bestands- und Potentialanalyse wird ein Zielszenario für die zukünftige Wärmeversorgung entwickelt. Dieses beschreibt eine mögliche Entwicklung der Wärmeversorgung bis in die kommenden Jahrzehnte und zeigt auf, wie der Anteil erneuerbarer Energien deutlich erhöht und der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden kann. Das Zielszenario berücksichtigt dabei sowohl technische Möglichkeiten als auch wirtschaftliche und räumliche Rahmenbedingungen innerhalb des Gemeindegebiets.

 

Maßnahmen
Im letzten Schritt der Kommunalen Wärmeplanung werden konkrete Maßnahmen abgeleitet, mit denen das Zielszenario umgesetzt werden kann. Dazu können beispielsweise der Ausbau oder die Entwicklung von Wärmenetzen, die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen, Effizienzmaßnahmen in Gebäuden oder Informations- und Beratungsangebote für Bürgerinnen und Bürger gehören. Die Maßnahmen bilden eine strategische Grundlage für zukünftige Planungen und Entscheidungen der Gemeinde.

Die jeweiligen Ergebnisse der einzelnen Meilensteine der Kommunalen Wärmeplanung Oberschleißheim werden auf der Website der Gemeindeverwaltung veröffentlicht und stehen dort für alle Interessierten zur Einsichtnahme zur Verfügung.

 

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Grundsatzbeschluss des Gemeinderats vom 24.01.2023 im Zuge von 29++

 

Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für Oberschleißheim mit Definition von Prio-Gebieten für netzgebundenen bzw. dezentrale Wärmelösungen, Variantenanalysen Wärmeträger

Eine Konvoibildung mit Unterschleißheim wurde wegen der unterschiedlichen Bearbeitungsstände nicht ins Auge gefasst.

Ein Konvoi mit weiter entfernt liegenden Gemeinden oder der Landeshauptstadt München oder der Kreisstadt Dachau wurde im Vorfeld ausgeschlossen.

 

Die Gemeinde hat im Dezember 2025 das Institut für Systemische Energieberatung GmbH, Oberschleißheim für die Projektsteuerung beauftragt. Für die Durchführung der Wärmeplanung wurde die Firma MaxSolar GmbH, Feldkirchen beauftragt. 

 

Ansprechpartner:

Nicole Schamberger, Umweltamt 

 

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