Blaualgenentwicklung am Mallertshofer See - Gesundheitsgefahr

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Das Gesundheitsamt München Land  hat am Freitag, 14.05.2026 Wasserproben am Mallertshofer See genommen und diese auf Cyanobakterien untersuchen lassen. Grund für die Probenahmen war ein Hinweis aus der Bevölkerung, da der Mallertshofer See kein offizielles Badegewässer ist und daher auch nicht routinemäßig durch das Gesundheitsamt überwacht wird. 

In den Wasserproben konnte ein vereinzeltes Vorkommen von nicht-freischwimmenden (benthische) Cyanobakteriengattungen nachgewiesen werden, darunter auch die Gattung Tychonema, welche Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine produzieren kann. Tychonema kann bei massenhaftem Auftreten rötliche Algenmatten am Gewässergrund bilden oder haftet an Wasserpflanzen, Steinen oder Treibholz. Der direkte Kontakt mit sichtbaren rötlichen Algenmatten sollte unbedingt vermieden werden.

 

Eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier ist möglich. Wir bitten daher dringend, insbesondere auf Kinder zu achten, dass diese nicht im Uferbereich spielen oder gar ins Wasser gehen. Insbesondere Kleinkinder sind gefährdet, wenn sie beim Spielen bzw. beim Aufenthalt am Ufer bewachsene Wasserpflanzen oder Treibgut in den Mund nehmen und dadurch größere Mengen der Giftstoffe verschlucken.

 

Auch Hunde und andere Tiere sind gegenüber Cyanobakterientoxinen sehr empfindlich und sollten vom Wasser ferngehalten werden und nicht aus dem Bach trinken oder darin baden. Hunde werden vermutlich durch den erdigen, modrigen Geruch der Cyanobakterien angelockt, sodass sie diese aktiv fressen. Es kann bei Hunden und anderen Tieren zu tödlichen Vergiftungen kommen, wenn größere Toxinkonzentrationen aufgenommen werden. Dies kann z.B. passieren, wenn sie sich nach dem Baden das Fell ablecken oder abgelöste Algenmatten fressen.

Bei hohen Temperaturen und wenigen Niederschlägen herrschen für eine Vermehrung von Cyanobakterien sehr günstigen Bedingungen. Daher wird aufgrund der Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier vor dem Baden und Kontakt mit Wasser drigend abgeraten!

 

Weitere Informationen hierzu unter folgendem Link: 

Gesundheit: Cyanobakterien („Blaualgen“)

 

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